NEWS
-
Displays - Herausforderungen, aber unter Kontrolle
Die CES in Las Vegas war Anfang des Jahres eine passende Anlaufstation
für einen Blick in die Zukunft der Fahrzeugdisplays. Modelle, die
dort gezeigt wurden, waren in den Seitentaschen der Türen, in den
Radnaben und sogar in den Seitenfenstern zu finden - sogar mit
der Darstellungsfläche nach außen. In der heutigen
Wirklichkeit sind es Navigation, Unterhaltung und Fahrerinformation,
die für die Verbreitung der LCDs in den Automobilen sorgen.
Angeführt wird der Trend von konfigurierbaren, rechteckigen,
zentralen Konsolendisplays und Infotainment-Einheiten im Rücksitz.
Kleinformatige LCD erscheinen auf Rückspiegeln, manchmal mit
ausziehbaren Konsolen. Sie sind mit Kameras verbunden, die
Hilfestellung bei rückwärtsgerichteten Fahrzeugbewegungen
leisten.
Das Fahrzeug stellt an die Displaytechnik spezielle technische und
mechanische Anforderungen. Ein Beispiel ist das
Kontrastverhältnis, das mit hellem Sonnenlicht genauso wie mit
schwacher Beleuchtung während der Nacht zurecht kommen muss.
Andere sind ein großer Betrachtungswinkel und eine gewisse
Robustheit, um größeren Temperaturunterschieden widerstehen
zu können. Aus der Perspektive der Elektroniker heißt dies:
Beherrschung eines nach Umfang und Vielfalt wachsenden Datenstroms, der
immer wieder neuesten Entwicklungen angepasst wird. Die dafür
eingesetzten Techniken beinhalten vielgestaltige Displayfenster, die
sich in der Größe und Anordnung verändern lassen sowie
verschiedene Optionen für Schichtenaufbau und Transparenz der
Anzeige. Damit will man umfassend konfigurierbare Instrumentenanzeigen
realisieren. Alle diese Entwicklungen sorgen für einen gesunden
Wettbewerb bei den Komponenten, und hier ganz speziell bei den
Displaycontrollern für Grafik und Video. Nachgefragt werden
insbesondere solche, die mehrere Anwendungsstandards unterstützen
sowie für digitale und analoge Daten ausgelegt sind. Wichtig ist
auch, dass die Leistungsaufnahme gering ausfällt, was
Funktionalität bei niedrigen Temperaturen einschließt und
mit geringerer Beanspruchung des Hauptprozessors verbunden
ist.
Langzeit-Forschungsprojekte beschäftigen sich damit, die besten
Methoden einer variierenden Datendarstellung zu finden. Dabei muss
sichergestellt werden, dass einerseits Warnungen nicht übersehen
werden und andererseits der Fahrer nicht abgelenkt wird. Zwei
Schlüsselelemente sind bedingungsabhängige Konfigurierbarkeit
und innovative, vielseitige Mensch-Maschine Interface-Lösungen.
Weitere Artikel in dieser Rubrik: