Aktuelle Marktentwicklungs- und Umsatzdaten sind wichtige
Messgrößen für einen Wirtschaftsstandort, die
subjektive Befindlichkeit und die Stimmung von Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmern in Unternehmen spielen jedoch eine große Rolle
für Attraktivität und Motivationsklima in Deutschland.
Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland fühlen sich
im zweiten Quartal 2008 an ihren Arbeitsplätzen noch etwas wohler
als bereits im ersten. Der von der JOB AG, Fulda, herausgegebene
Arbeitsklima-Index 2-2008, für den im Mai 1.162 berufstätige
Menschen in ganz Deutschland repräsentativ befragt wurden, steht
auf einer Skala von 1 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) beim Wert 7,6
(1. Quartal: 7,5)!
Dabei zeigt sich ein leichter Unterschied zwischen Ost und West:
während in den alten Bundesländern der Wert exakt auf dem
Gesamtschnitt von 7,6 liegt, ist er in den neuen Bundesländern auf
7,2 (1. Quartal 7,5) abgerutscht. Eine geringfügige Abweichung
ergibt sich bei der gesonderten Betrachtung nach Männern und
Frauen: hier liegen im zweiten Quartal die Männer mit 7,6 (Frauen
7,5) in der Zufriedenheit leicht vorn; im ersten Quartal war das genau
umgekehrt.
- Besonders wohl an ihrem Arbeitsplatz (8,0) fühlen sich
übrigens Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die aus einem
Haushalt mit vier und mehr Personen kommen. Das geringste Wohlbefinden
am Arbeitplatz (7,1) geben Menschen aus 1-Personen-Haushalten zu
Protokoll.
- Hinsichtlich der Zugehörigkeit zu einer
Altersgruppe gibt es bei allen Befragten keine siginifikanten
Abweichung vom Gesamtwert 7,6, sieht man einmal von den
Beschäftigten jenseits der 60-Jahres-Grenze (8,1) ab.
- Bei
den Berufsgruppen dominieren hinsichtlich des Wohlbefindens am
Arbeitsplatz wieder die Selbstständigen, Freiberufler und
Landwirte (8,5), gefolgt von den Leitenden Angestellten und Beamten
(7,8).
- Gewerkschaftsmitglieder liegen auch im zweiten Quartal
hinsichtlich des Wohlbefindens am Arbeitsplatz (7,3) wieder etwas unter
dem Wert der nicht gewerkschaftlich Organisierten (7,6). Und auch am
höheren Wohlbefinden der katholischen Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer (7,8; 1. Quartal 8,0) im Vergleich zu den evangelischen
(7,5; 1. Quartal 7,1) hat sich nichts geändert, allerdings legten
die evangelischen Befragten an Zufriedenheit zu.
- Bei der
Betrachtung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz in Relation zum Wohnort
schneiden die Bundesländer Bayern und Nordrhein-Westfalen (jeweils
7,9) überdurchschnittlich ab, alle anderen Bundesländern
liegen auf dem Mittelwert oder etwas darunter.
- Dass der
Bildungsgrad einen nachhaltigen Einfluss auf das Wohlbefinden am
Arbeitsplatz hat, manifestiert sich im Wert 7,8, den Menschen mit
Abitur oder Universitätsabschluss als Wohlfühl-gradmesser
angeben.
- Und auch die Relation von Einkommen und Zufriedenheit
findet mit dem Wert 7,9 bei den Haushalten mit einem Netto-Einkommen
pro Monat von mehr als 2.500 Euro ihre Entsprechung. Dies gilt auch
für das persönliche Nettoeinkommen: hier deklarieren Menschen
mit über 2.500 Euro Netto-Einkommen den Wert von 8,4.
Die 10 Wohlfühl-Faktoren am ArbeitsplatzZufriedenheit am Arbeitsplatz ist eine Frage des guten Klimas!Auch der zweite Quartalsindex der JOB AG zeigt, dass Geld nach wie vor
nicht das Wichtigste für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist,
wenn es um das Wohlbefinden am Arbeitsplatz geht! Mit 57 Prozent (1.
Quartal 51%) der Nennungen (Mehrfachnennungen möglich) liegt
„Das Arbeitsklima im Unternehmen“ deutlich an der Spitze
der Faktoren, die das Wohlbefinden der berufstätigen Menschen am
meisten beeinflussen.
Auf Platz 2 folgen mit unverändert 40 Prozent „die
Aufgaben“, die für das Wohlbefinden maßgeblich sind.
Erst auf Platz 3 liegt mit 39 Prozent (1. Quartal 38%) „das
Gehalt“. Auf Platz 4 folgt dann mit 30 Prozent der Nennungen
„die Sicherheit des Arbeitsplatzes“ als
Wohlfühl-Faktor. Alle weiteren Faktoren liegen unter der
20-Prozent-Marke. Unter dem geschlechtsspezifischen Gesichtspunkt sind
folgende Abweichungen zu registrieren: Für Frauen ist das
Arbeitsklima deutlich wichtiger (62 % zu 54%) als für Männer.
Einen signifikanten Unterschied gibt es auch beim Gehalt, das für
Männer (44%) deutlich wichtiger ist als für Frauen (33%). Ein
ähnlich deutlicher Unterschied bei diesem Wohlfühl-Faktor
zeigt sich auch zwischen Ost und West. Während im Osten das Gehalt
von 51 Prozent der Beschäftigten als wesentlicher Faktor gesehen
wird, sind es im Westen nur 36 Prozent.
Zum Thema im Internet*
http://www.job-ag.com
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