2. Loslassen – Zulassen Loslassen-Können. Zulassen-Können - in diesen Worten
ist es enthalten - das Geheimnis des Wortes Gelassenheit. Gelassenheit
ist eine hohe Kunst. Wer sie beherrscht, hat es sehr viel leichter im
Leben. Denn allzu oft ver-(sch)wenden wir noch sehr viel Energie auf
Dinge, die außerhalb unserer Kontrolle liegen. Vieles, fast alles
könnte einfacher sein, wenn wir uns nur folgendes
vergegenwärtigen würden:
- Gestern ist vorbei, unwiederbringlich. Gestern war - wir haben
keinen Einfluss mehr auf das, was geschehen ist, wir können nichts
mehr daran ändern. Wenn wir ständig daran denken, wie es
eigentlich hätte sein sollen, lahmen wir uns selbst und
verschwenden unnötig Energie.
- Morgen ist noch nicht da,
kommt erst noch. Auch die Zukunft können wir heute noch nicht
unter Kontrolle bringen. Warum also großartig Sorgen machen, was
künftig kommt? Reine Energieverschwendung. Damit können wir
an der Zukunft so gut wie nichts ändern.
- Heute ist der
einzige Tag, der zählt. Nur aus diesem Tag heute können wir
das Beste machen. Also sollten wir in diesen Tag unsere Energie und
Phantasie stecken. Nutzen Sie jeden Tag positiv.
Gelassenheit ist die Fähigkeit, im Hier und Jetzt zu leben.
Gelassenheit ist gut gegen sinnlose Sorgen und überflüssiges
Energieverpulvern. Gelassenheit ist eine Lebenshaltung. Das so
genannte Gelassenheitsgebet des schwäbischen Theologen Friedrich
Christoph Oettinger bietet einen wunderbaren Einstieg in das
Energiemanagement. „Herr gib mir die Gelassenheit, Dinge
hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Gib mir den Mut, Dinge zu
ändern, die ich ändern kann. Und schenke mir die Weisheit,
das eine vom anderen zu unterscheiden."
3. Sorge dich nicht, lebe! Sorgen machen uns das Leben schwer – unnötig schwer.
Es gibt ernsthafte wissenschaftliche Untersuchungen, die unsere Sorgen
in ein neues Licht rücken. Demnach sind die meisten Sorgen
unbegründet:
- 40 % der Dinge, die uns besorgen, treten nie ein.
- 30 % der Sorgen betreffen die Vergangenheit, können also nicht mehr geändert werden
- 12 %der Sorgen betreffen die Gesundheit, die wir durchaus beeinflussen können.
- 10 % der Sorgen sind nebensächlich, geringfügig oder unwesentlich.
Wer diese gelassene Leichtigkeit erreicht, hat im Leben gewonnen. Da
bleiben an echten Sorgen nicht viel übrig: Nur acht Prozent. Also
wäre nur eine von zwölf Sorgen berechtigt. Eine
tröstliche Zahl. Warum rufen wir sie nicht immer mal in
Erinnerung, damit Energie frei werden kann, um die wirklichen Probleme
zu lösen.
Autor
Slatco Sterzenbach
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