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EU - öffentlich-private Forschungspartnerschaften
Europa setzt Maßstäbe bei der Entwicklung der Nanotechnologie
Politiker sowie Vertreter aus Wissenschaft und Industrie werden in Braga (Portugal) zusammenkommen, um über die Zukunft der Nanotechnologieforschung in Europa zu diskutieren. Das Treffen findet in einer günstigen Phase für die europäische Nanotechnologie statt, in der öffentlich-private Forschungspartnerschaften in den Bereichen Nanoelektronik und eingebettete Systeme kurz vor der Verwirklichung stehen, die Europäische Kommission sich als größter Einzelinvestor der Nanotechnologieforschung profiliert und eine öffentliche Konsultation über die Grundsätze einer verantwortungsbewussten Nanotechnologieforschung soeben abgeschlossen wurde. Es ist jedoch wichtig, dass diese Dynamik erhalten bleibt, wenn Europa nicht die Chancen verpassen will, die dieser vielversprechende Zweig der Wissenschaft und Technologie zu bieten hat.

„Diese neuen öffentlich-privaten Forschungspartnerschaften sind eine echte Gelegenheit für Europa, jetzt bei der Entwicklung dieses faszinierenden und für unsere digitale Zukunft so wichtigen Forschungsbereichs einen entscheidenden Schritt vorwärts zu tun,“ so Viviane Reding, EU-Kommissionsmitglied und zuständig für Informationsgesellschaft und Medien, auf der hochrangigen Nanotechnologie-Konferenz. „Diese Technologien bilden die Grundlage so vieler Anwendungen, von Kühlschränken bis hin zu Flugzeugen, dass ihre Bedeutung in Zukunft nur noch größer werden kann. Darum muss Europa hier unbedingt eine starke Position behaupten, auch für die Gewährleistung unseres künftigen Wohlstand.“

„Nanowissenschaften und Nanotechnologien haben das Potenzial, Wachstum und Beschäftigung in Europe zu fördern, daher müssen wir dafür sorgen, dass die Entwicklung in diesen Bereichen positiv und verantwortungsvoll vorangetrieben wird,“ so Janez Poto?nik, Mitglied der EU-Kommission und zuständig für Wissenschaft und Forschung. „Es gibt enorm viele Anwendungsmöglichkeiten für die Nanotechnologie, und sie werden in Zukunft eine zentrale Rolle für unseren wirtschaftlichen Erfolg und unsere Lebensqualität spielen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir die Entwicklungen auf diesem Gebiet in die richtigen Bahnen lenken. In diesem Zusammenhang werden wir eine Empfehlung zu einem Verhaltenskodex für verantwortungsvolle Forschung im Bereich der Nanowissenschaften und -technologie herausgeben, um eine sichere und auf ethische Grundsätze gestützte Forschung im Bereich der Nanotechnologie zu fördern und den Weg für ihre effektive und verantwortungsbewusste Anwendung und Nutzung zu bereiten.“

Beide EU-Kommissare werden an der dreitägigen Konferenz teilnehmen, für die einige der prominentesten Persönlichkeiten der Nanotechnologieforschung aus ganz Europa gewonnen werden konnten. Auf dem Programm steht eine breite Palette von Themen der Nanotechnologie, einschließlich der Industrieperspektive, verschiedener Anwendungen (z.B. Elektronik, Medizin, Fertigungsverfahren) und der jüngsten wissenschaftlichen Fortschritte.

Auch wird erhofft, dass die Forschungsminister aller Mitgliedstaaten auf der in dieser Woche stattfindenden Ratstagung über Wettbewerbsfähigkeit grünes Licht für die 4 gemeinsamen Technologieinitiativen (Joint Technology Initiatives - JTI) geben werden. Dabei handelt es sich um öffentlich-private Partnerschaften zur Unterstützung der industriellen Forschung. Von diesen vier Initiativen werden zwei – Nanoelektronik (ENIAC) und eingebettete Systeme (ARTEMIS) für die Entwicklung der Nanotechnologie-Industrie in Europa von entscheidender Bedeutung.

Die EU ist auch an internationalen Partnerschaften im Bereich Nanotechnologie interessiert. So wurde zum Beispiel zu Anfang dieses Monats ein gemeinsamer Forschungsfonds EU-Indien im Bereich Nanotechnologie mit einem Volumen von 10 Mio. € angekündigt, um eine Zusammenarbeit der besten Einrichtungen in Indien und der EU auf diesem Gebiet zu ermöglichen.



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