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MMI/ks
nano - micro - small: Materialien von morgen
Ein Sonderheft der Zeitschrift Small veröffentlicht neueste Ergebnisse aus der Materialforschung - in Zusammenarbeit mit der VolkswagenStiftung "Klein, kleiner, am feinsten" wäre sicher ein passendes Motto für die Entwicklungen in den Materialwissenschaften. Die zunehmende Miniaturisierung von Materialien und Werkstoffen ist jedoch nur eine der faszinierenden Innovationen auf diesem Gebiet.
An der Schnittstelle von Biologie, Chemie und Materialwissenschaften entstehen heute ganz neue Werkstoffe und Stoffkombinationen mit viel versprechenden Eigenschaften: ultrafeine Nanoröhrchen aus Kohlenstoff, intelligente Membranen auf Polymerbasis, maßgeschneiderte Moleküle für elektronische Schaltkreise ? - gemeinsam haben die Forscherinnen und Forscher verschiedener Disziplinen in den vergangenen Jahren vielerorts Neuland betreten. Gefördert werden solche kreativen Verbundprojekte der Natur-, Ingenieur- und Biowissenschaften seit dem Jahr 2000 von der VolkswagenStiftung. Die Ergebnisse ihrer Förderinitiative zu den "Komplexe Materialien" können sich sehen lassen. Das dachten sich auch die Herausgeber der Zeitschrift Small, die jetzt dazu eine Special Edition "Complex Materials" aufgelegt haben.

Insgesamt 18 Arbeitsgruppen stellten ihre aktuellen Ergebnisse für das englischsprachige Sonderheft zusammen. Ein gutes Beispiel für anwendungsnahe Forschung sind die Drug-Carrier-Systeme, an denen Wissenschaftler aus Bremen, München und Potsdam gemeinsam arbeiten: multifunktionale Polymerkapseln, mit denen Medikamente gezielt an erkrankte Regionen im Körper gelangen sollen, um dort den Wirkstoff kontrolliert abzugeben. Eingebaute leuchtende Kristalle ermöglichen eine Kontrolle der Prozesse, magnetische Partikel sorgen für eine Steuerung von außen. Ein zweites Beispiel mag verdeutlichen, wie wichtig die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist: In einem deutsch-israelischen Projekt arbeiten Chemiker und Ingenieure an ultradünnen Polymerfasern mit Durchmessern von einem Tausendstel eines menschlichen Haares. Für die Herstellung verwenden sie das Verfahren des "Co-Elektrospinnens", bei dem eine hohe elektrische Spannung und hoher Druck dafür sorgen, dass zwei Lösungen zu Nanofasern verschmelzen können. Oder wie wäre es mit Nanodrähten aus metallisierter DNA, die eines Tages vielleicht als Stromleiter für Schaltkreise dienen? Die Leser des Sonderheftes erwartet ein breites Spektrum an spannenden Themen.

Rund 140 Gruppen aus zehn Ländern hat die VolkswagenStiftung in sechs Jahren in ihrer Initiative zu Komplexen Materialien unterstützt. Insgesamt sind rund 22 Millionen Euro in die Projekte geflossen - gut investiertes Geld, wie das Sonderheft eindrucksvoll zeigt.

Kontakte VolkswagenStiftung

Förderinitiative "Komplexe Materialien"
Dr. Franz Dettenwanger
Telefon: 0511 8381 217
E-Mail: dettenwanger@volkswagenstiftung.de

Print-Ausgabe
Small
Volume 3, Issue 6, June 4, 2007
Special Issue: Complex Materials
Wiley-VCH Verlag




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