| HALT-Lebensdauerprüfungen (Highly Accelerated Life Test) und HASS-Belastungsprüfungen (Highly Accelerated Stress Screening Test) sind sehr effektive Methoden, um Schwachstellen von Produkten innerhalb kürzester Zeit zu erkennen. Die Prüfungen dienen zur Erkennung von Produktfehlern zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Beide Verfahren ähneln sich zwar in der Durchführung, in der Zielsetzung unterscheiden sie sich jedoch erheblich. HALT wird vorwiegend in der Produkt-Designphase eingesetzt. Als beschleunigte Lebensdauerprüfung provoziert das HALT-Verfahren Fehler und Ausfälle des Produktes. Die Belastungen durch Temperatur und Vibration werden dabei stufenweise erhöht. Während der Prüfung erfolgt eine Überwachung sämtlicher betriebsrelevanter Funktionen, um Bauteilausfälle bzw. Schwachstellen am Produkt zu erkennen. Beim HALT-Test werden so Fehler durch gezielte Überbelastung ausgelöst mit dem Ziel, konstruktions- und prozessbedingte Schwachstellen am Produkt frühzeitig und schnell aufzudecken. Die HALT-Prüfergebnisse und die ermittelten Betriebsgrenzen dienen dann als Grundlage für den HASS-Test. Mit HASS soll sichergestellt werden, dass die im HALT-Test gefundenen, relevanten Fehler beseitigt sind und nicht mehr auftreten. Der HASS-Test ist eine zerstörungsfreie Prüfung innerhalb festgelegter Belastungsgrenzen mit dem Ziel, dass während der Prüfung keine Fehler mehr am Produkt auftreten. So können in der Endkontrolle von fertigen Produkten fehlerhafte Produkte schnell und sicher herausgefiltert werden. |